DSLR Kamera-Objektive im Test

Verschiedene Kamera ObjektiveProfessionelle Fotografen haben noch nie etwas anderes als eine Spiegelreflexkamera benutzt, sie macht einfach die besten Bilder und ist jeder Kompaktkamera überlegen. Dies muss so sein, da sich sonst die Pressefotografen sicherlich nicht die Mühe machen würden, die schweren Kameras mit ihren klobigen Objektiven in jeder Situation mit sich herumzuschleppen.

Mit dem Aufkommen der Digitalfotografie sind auch Spiegelreflexkameras diesem Trend gefolgt und haben statt des Films einen elektronischen Speicher sowie einen Bildsensor verwendet.

Geschichtliche Informationen

Die Elektronik hielt Einzug in das Kameragehäuse, die analogen Objektive konnten zunächst dank standardisierter Anschlüsse beibehalten werden. Das heißt, sämtliche klassischen Bereiche der Entfernungsabdeckung wie dem des Standardobjektivs (Brennweite um 55 mm), des Telezooms (Brennweite ab 80 mm bis weit über 300 mm), des Weitwinkelzooms für enge Räumlichkeiten (Brennweiten bis unter 30 mm), des Reisezooms, das einen Bereich zwischen leichtem Weitwinkel bis mittlerem Tele abdeckt, sowie des Makrobereichs (Brennweiten um 50 mm) sind auch für die Digitale Spiegelreflextechnologie nutzbar. Zusammen mit dem geringen Bildrauschen aufgrund des größeren Sensors und solcher Möglichkeiten wie der RAW-Datenspeicherung, die eine einfache nachträgliche Bildbearbeitung am Computer ermöglicht, haben sich DSLR-Kameras im professionellen Bereich der Presse- und Modefotografie weitgehend durchgesetzt.

Verschiedene Objektiv Anschlüsse bei Canon, Nikon und Co.

Die Nahtstelle zwischen Objektiv und Kameragehäuse, dem “Body”, ist von den führenden Kameraherstellern mit jeweils eigenen Konstruktionen gestaltet worden. Nikon hat für seine Nikkor-Objektive den F-Bajonettanschluss gewählt, während Pentax den K-Bajonettanschluss favorisiert hat. Canon wiederum hat sich seit 1987 auf den EF-Bajonettanschluss festgelegt. Fremdhersteller, die auf Objektive spezialisiert sind, wie Sigma, Tamron, Tokina oder Zeiss mussten auf diese verschiedenen Konstruktionen eingehen oder pfiffige Anschlussteile, sogenannte Adapter entwickeln, um ein und dasselbe Objektiv für verschiedene Kameras nutzbar zu machen. Der Hersteller Novoflex hat sich sogar ganz auf solche Adapter spezialisiert. Trotz aller Anstrengungen kann nicht verhindert werden, dass in manchen Fällen Blenden- und/oder Entfernungseinstellungen manuell vorgenommen werden müssen. Dies kann nur dadurch vermieden werden, dass man zur DSLR-Kamera eigens für sie konstruierte Objektive kauft und verwendet. Damit würden die alten Objektivschätze allerdings wertlos.

Ultraschallmotoren (USM) und Bildstabilisation (OS/IS)

Mit den zunehmenden Möglichkeiten der Elektronik haben sich neue Konstruktionen ergeben, etwa diejenige, den Autofokus von der Kamera in das Objektiv zu verlegen. Das heißt, ein entspechender Elektromotor musste in das Objektiv eingebaut werden, wobei seine Steuerung weiterhin über das Kameragehäuse erfolgte. Damit für Videoaufnehmen kein Motorengeräusch zu hören ist, wurden zu diesem Zweck Ultraschallmotoren (USM) entwickelt, die völlig lautlos arbeiten. Die Entwicklung ist schon so weit gediehen, dass manche neuere DSLR-Kameras keine eigene Fokussiermotoren mehr im Gehäuse haben und so auf die neuen Objektive angewiesen sind, wenn man die manuelle Steuerung vermeiden will. Um kompaktere Objektive möglich zu machen, hat Nikon die DX-Objektive eingeführt, die im DX-Format aufnehmen. Es wird ein kleinerer Bildkreis abgelichtet, der sich um den Faktor 1,5 vom üblichen Format unterscheidet. Nikon hat sich mit der Defocus Image Control (DC) auch noch eine Art Weichzeichner über die Vorder- und Hintergrundschärfekontrolle einfallen lassen.

Die vielen Hinweise auf spezielle Nikonkonstruktionen lassen schon vermuten, dass dieser Kamerahersteller der beliebteste bei professionellen Fotografen ist. Mit seinem Modell Nikon D3s stellt er auch das teuerste und beste DSLR-Kamerasystem am Markt. Dicht gefolgt wird es von der Canon EOS-1D Mark IV, die für einen Preis um fünftausend Euros in den eigenen Besitz übergeht. Der Dritte im Bunde der führenden Profikameras ist das Sony Modell Alpha 77, die allerdings neue Wege beim vollelektronischen Sucher geht. Sieht man von diesen absoluten Topmodellen einmal ab, dann stellt sich in diversen Tests mit anderen DSLR-Kameras dieser führenden Hersteller heraus, dass die proprietären Objektivsysteme oft gar nicht die besten Ergebnisse zeitigen.


Canon Objektive im Vergleich

Hersteller Art Min Blende Max Blende Min Focus Max Focus Bildstabilisator Vollformat
Canon EF 100 2.8 Makro 2,8 2,8 100mm 100mm JA JA shop
Canon EF 75-300 4.0-5.6 Telezoom 4,0 5,6 75mm 300mm NEIN NEIN shop
Canon EF 1.8 Fest 1.8 1.8 50mm 50mm NEIN NEIN shop
Canon EF-L 100-400 4.5-5.6 Telezoom 4.5 5.6 100mm 400mm JA JA shop
Canon EF-L 24-105 4.0 Standard-Zoom 4.0 4.0 24mm 105mm JA JA shop
Canon EF-S 18-200 3.5-5.6 Telezoom 3.5 5.6 18mm 200mm JA NEIN shop
Canon EF-S 18-55 3.5-5.6 Standard Zoom 3.5 5.6 18mm 55mm JA NEIN shop
Canon EF-S 55-250 4.0-5.6 Telezoom 4.0 5.6 55mm 250mm JA NEIN shop