Nikon AF-S Nikkor 50mm 1.8G

Nikon Objektiv Festbrennweite 50mmBereits 1986 brachte Nikon sein erstes 50mm-Objektiv mit Autofokus und einer Lichtstärke von f/1.8 auf den Markt. Die grundlegende optische Konstruktion erwies sich als sehr erfolgreich und wurde auch beim Nachfolgemodell 50mm „AF-D“ beibehalten. Erst im Juni 2011, nach 25 Jahren ohne wesentliche Neuentwicklungen, erschien der weltweit lang ersehnte Nachfolger AF-S Nikkor 50mm f/1.8 G. Angesichts der langen Entwicklungszeit waren die Erwartungen an das neue Modell entsprechend groß.

Bildqualität

Tatsächlich konnte Nikon mit dem Nikkor 50mm f/1.8 G die hervorragende Leistung seiner Vorgänger nochmals steigern. Die Bildschärfe ist gerade in der Bildmitte schon bei Offenblende sehr gut und übertrifft bereits bei minimalem Abblenden die Auflösungskraft der meisten gängigen Digitalkameras. Sehr gut kommt die Festbrennweite auch mit starkem Gegenlicht zurecht. Selbst in derartigen Extremsituationen zeigen sich kaum Geisterbilder, Überstrahlungen oder Chromatische Aberrationen (Farbsäume an Kontrastkanten) im Bild. Eher durchschnittlich schneidet das neue Standardobjektiv beim Thema Randabdunklung ab. Wie bei den meisten lichtstarken Festbrennweiten ist bei Offenblende eine je nach Motiv mehr oder weniger deutliche Vignettierung in den Ecken zu sehen. Das Problem ist allerdings nur bei Verwendung von Film- oder Vollformat-Digitalkameras erkennbar und verschwindet auch dort durch Abblenden um ein bis zwei Stufen vollständig.

Bildgeometrie – Verzeichnung

In einem Punkt zeigt das neue „G“-Objektiv allerdings doch noch deutliche Schwächen. Die tonnenförmige Verzeichnung tritt hier stärker in Erscheinung als bei allen anderen vergleichbaren 50mm-Objektiven von Nikon. Für professionelle Architektur-, oder Produktaufnahmen ist das Objektiv ohne entsprechende Nachbearbeitung also nur bedingt geeignet. Durch die komplexe Struktur der Verzeichnung ist diese auch nicht durch einfache Filter zu beheben.

Mechanische Qualität

Obwohl das Gehäuse des 50mm „G“ wie das seiner Vorgänger größtenteils aus Kunststoff gefertigt ist, bringt die Neuvorstellung mit 185g das bisher höchste Gewicht auf die Waage. Verantwortlich hierfür ist die komplexere optische Konstruktion mit sieben Linsen in sechs Gruppen und einem asphärischen Element. Leider hat sich damit auch der Filterdurchmesser erhöht. Waren früher fast alle Nikon Festbrennweiten mit einem 52mm-Filteranschluss ausgestattet, so erzwingt das neue Standardobjektiv nun einen Aufrüstung auf 58mm.

Wesentlich verbessert wurde jedoch die Fokussierungseinheit. Ausgestattet mit einem beinahe geräuschlosen „AF-S“-Mikromotor reagiert der Autofokus mit dem G-Nikkor ausgesprochen schnell und präzise. Die „Instant Manual Override“-Funktion erlaubt zudem das manuelle Justieren der Fokussierung ohne dafür einen gesonderten Hebel bedienen zu müssen. Der Fokus-Ring ist griffig und breit genug für eine komfortable Bedienung.

Kompatibilität

Das Nikkor 50mm „G“ ist kompatibel zu allen digitalen und allen moderneren analogen Spiegelreflexkameras. Insbesondere ist es geeignet für Vollformat-DSLRs wie Nikon D3 oder D700, sowie für Kameras ohne eigenen Autofokusmotor, wie die Nikon D3000, D3100, D5000 und D5100. Durch die bei den „G“-Objektiven übliche Einsparung des Blendenrings ist das Objektiv nicht geeignet für ältere Kameras mit manueller Blendeneinstellung oder als Makrokopf auf Balgen oder Makro-Zwischenringen.

Technische Daten

  • Nikon AF-S Nikkor 50mm 1:1.8 G
  • Brennweite: 50mm
  • Bildstabilisator: nein
  • Für Kameramarke: Nikon
  • Geeignet für Nikon-DSLR ohne eigenen Fokusmotor
  • Geeignet für Vollformat und Halbformat
  • Gewicht: 185g
  • Filtergewinde: 58mm
  • Blendenlamellen: 7, gerundet
  • Gehäuse: Plastik
  • Lieferumfang: Sonnenblende (plastik), Aufbewahrungsbeutel, Vorder- und Rückdeckel