Tamron 16-300mm f/3.5-6.3 DI II C/AF VC PZD

Tamron 16-300mm f/3.5-6.3 DI II C/AF VC PZDAuf Reisen und Wanderschaft kann sich zu schweres Gepäck rasch als mühsame Spaßbremse erweisen. Fotografen, die für jede Gelegenheit die richtige Brennweite mit sich führen möchten, stehen vor einem Problem: Verzicht auf diverse Objektive oder eine schwer zu schulternde Last? Das Tamron 16-300mm f/3.5-6.3 DI II C/AF VC PZD bietet für diese Zwickmühle die Ideallösung an. Eine gewaltiger, optischer Zoom (18,8-fach) in einem kompakten und mit 540 g nicht zu schweren Design entlastet das Rückgrat und gewährt maximale Flexibilität.

Ein echter Alleskönner mit dichter Schale

Tamron setzt bei der komplexen Konstruktion aus 16 Elementen in 12 Gruppen auf Kunststoff zugunsten eines geringen Reisegewichtes. Allerdings bleibt das gesamte Innenleben vor Spritzwasser geschützt. Für den Einsatz in schwierigen Umweltverhältnissen mit hoher Feuchtigkeit ist es daher gut gerüstet. Eingefahren misst die Länge des Objektivs gerade knapp 10 cm und nimmt so erstaunlich wenig Platz ein. Ein LOCK-Mechanismus unterbindet zusätzlich den häufig gefürchteten Zoom-Creep bei zu lockerer Mechanik. Mittels AF/MF-Schalter dürfen Nutzer zwischen rein manueller Bedienung oder Autofokus wählen. Tamron erlaubt zugleich den Echtzeiteingriff per Fokusrad in Kombination mit dem AF. Dank der hauseigenen PZD-Technologie bleibt der AF-Motor bei der Ausrichtung äußerst diskret, angenehm schnell und stört nicht durch auffällige Geräusche. In Ausgangsstellung liefert das Reisezoom mit 16 mm Brennweite an typischen APS-C-Sensoren von Nikon, Sony oder Canon in etwa einen Bildwinkel eines KB-Aquivalents von 24 mm ab.

Von interessanten Landschaftsimpressionen im Weitwinkel holt die Optik bis zur Endstellung auf 300 mm (ca. 450 mm KB) selbst fernabgelegene Motive wie Baumwipfel, Vögel oder eine Kirchturmuhr auf den Bildausschnitt. Ob Umwelt, Porträts oder diskrete Aufnahmen aus hoher Distanz – mit diesem Objektiv halten Fotografen zu fast jedem Anlass bei Tageslicht die richtige Brennweite parat. Die Naheinstellgrenze von 39 cm ermöglicht zudem einen Abbildungsmaßstab von 1 : 2,9 und rückt die potenzielle Motivauswahl in den Anfang des Makrobereichs. Für alle drei DLSR-Systeme (Canon EF-S, Nikon DX, Sony A) im APS-C-Format hat Hersteller Tamron ein passendes Produkt im Angebot.

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Stand: 22. September 2018 20:28 Uhr
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Das All-in-One-Konzept fordert seinen Tribut

Allerdings besitzen derartige Konstruktionen auch typische Schattenseiten. Die Offenblende fällt von f/3.5 im Weitwinkel bereits ab 100 mm auf f/5.6 ab, bis sich diese schließlich bei f/6.3 einpendelt. Zwar bleibt bei hohen Brennweiten immer noch ein sichtbarer Freistellungseffekt erkennbar, aber kreative Experimente mit der Schärfentiefe wie bei lichtstarken Festbrennweiten sind nicht realistisch. Ein sehr guter Bildstabilisator (VC) wirkt bei enormen Zoom unruhigen Händen entgegen und drückt die ISO-Werte bei schlechterem Licht in den grünen Bereich. Dennoch: Da die beste Abbildungsqualität zusätzliches Abblenden um bis zu zwei Stops nötig macht, verschluckt das Glas einiges an Licht. Wer schnelle Verschlusszeiten benötigt, kann diese nur bei gutem Tageslicht erwarten. Die Schärfe verbessert sich zunehmend zu den Rändern, die extremen Enden des Zooms fallen dennoch durch weichere Bereiche negativ auf. Ebenso kämpft das Objektiv mit deutlichen Farbfehlern (CAs) an harten Kontrasten in höheren Brennweitenbereichen, die sich durch nachträgliche Bearbeitung aber noch gut entfernen lassen. Ein weiterer Schwachpunkt dieser Objektivgattung ist die Verzeichnung. Besonders im Weitwinkel machen sich die Verzerrungen am Rand auffällig bemerkbar, sofern Häuserreihen oder andere vertikal ausgerichtete Motive eingefangen werden sollen. Bedenken vor Blendflecken, den sogenannten Flares oder Ghosting, müssen Besitzer indes nicht haben. Zwar sind derartige Erscheinungen bei Gegenlichtaufnahmen stets zu beobachten, allerdings liegen diese in ihrer Ausprägung auf einem sehr annehmbaren Niveau angesichts der fantastischen Reichweite.

Fazit

Dank des großen Zoomfaktors können Fotografen spontanen Ereignissen sehr entspannt entgegenblicken. Ein Wechsel des Objektives bleibt in den meisten Situationen schlicht überflüssig, sofern keine gehobenen Anforderungen an Freistellungspotenzial, Abbildungsleistung oder Lichtstärke bestehen. Tamron legt dem Lieferumfang noch einen passenden Sonnenhut zur Vermeidung ungewollter Lichtreflexe bei. Insgesamt stellt die Optik einen exzellenten Kompromiss aus Vielfältigkeit und kompakten Design dar. Reiselustige wissen mit dem Tamron 16-300mm F/3,5-6,3 DI II C/AF VC PZD Macro einen zuverlässigen Allrounder an ihrer Seite.

Technische Daten

  • Hersteller: Tamron
  • Modell: Tamron 16-300mm F/3,5-6,3 DI II C/AF VC PZD Macro
  • Brennweite: 16-300 mm
  • Offenblende: f/3.5-6.3
  • Naheinstellgrenze: 39 cm
  • Autofokus: Ja
  • Bildstabilisator: Ja
  • Bajonett: Canon EF-S (APS-C), Nikon-F (DX-Format/APS-C), Sony A (APS-C)
  • Vollformat: nein
  • Gewicht: 540 g
  • Filtergewinde: 67 mm
  • Abmessungen: 69 mm (Ø) x 9,95 cm (Länge)
  • Zubehör: Sonnenblende im Lieferumfang enthalten